Treffen der ehemaligen Mitglieder der Jungmädchenkreise

„Sagenhaftes“ – geschehen in unserer Umgebung

Davon hat Herr Lübbing erzählt bei dem Zusammensein der Frauen, die in jungen Jahren zu den Mädchenkreisen unserer Gemeinde gehört haben. Seit einigen Jahren treffen wir uns am letzten Samstag im Juni im Gemeindehaus, in diesem Jahr am 30. Juni. Auch wenn viele nach wie vor in Mennighüffen wohnen und sich bei anderen Gelegenheiten treffen, so nutzen etliche von außerhalb die Möglichkeit eines Wiedersehen, des Erzählens und des Erinnerns. Dazu gab es auch in diesem Jahr wieder Gelegenheit bei Kaffee und leckeren Torten, die von einigen Frauen mitgebracht wurden.

Es war für mich interessant, von Herrn Lübbing mitgenommen zu werden auf eine Zeitreise in vergangene Jahrhunderte. Er wusste von Geheimnisvollem, von Mysteriösem, von Sagenhaftem zu berichten. Zu Zeiten meiner Eltern und Großeltern wurden an langen Winterabenden Geschichten erzählt, manchmal sagenhafte Geschichten. Herr Lübbing hat sich auf die Suche gemacht und viel herausgefunden. Die Orte, wo sich derartiges zugetragen hat, waren uns bekannt, z.B. Schloss Ulenburg, die ehemalige Mühle in Haus Beck, der Eggebrink in Obernbeck und der Amtshausberg in Vlotho. Er berichtet auch von dem „großen schwarzen Hund“, der in unserer Gegend sein Unwesen trieb, und wie es zu dem Ausspruch „Die Nacht ist nicht jedermanns Freund“ von Pastor Schmalenbach gekommen ist.

Zu den Zeiten, als die Geschichten erlebt wurden, haben die Betroffenen sich von Geistern und mit dunklen Mächten und Kräften konfrontiert gesehen. Die Möglichkeit, ein Ereignis zu deuten, ist oft erst zeitversetzt möglich. Es ist Herrn Lübbing gelungen, manches Geheimnisvolle zu entschlüsseln, zu entdämonisieren und damit zu entzaubern. Von den Teilnehmerinnen wurde der Wunsch geäußert, bei unserem Treffen im nächsten Jahr noch mehr sagenhafte Geschichten von anderen Orten in unserer Nähe zu hören.

Begonnen haben wir unser Zusammensein, wie in jedem Jahr, mit einer Andacht. Es ging um die Frage: Was sind für uns „Herzensangelegenheiten“? Die Tageslosung lautete: „Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen; denn du verlässt nicht, die dich, HERR, suchen.“ Diesem Gott, zu dem wir Vater sagen können, ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir wissen sollen: Er verlässt nicht, die ihn suchen. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, die sich durch das ganze Leben zieht, auf diesen Gott zu hoffen.

Unser Treffen endete mit einem Segen und, wie alle Jahre, mit dem Lied: „Abend ward, bald kommt die Nacht, schlafen geht die Welt, denn sie weiß, es ist die Wacht, über ihr bestellt.“

Leni Bringewat

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